Sperrmüll in Nürnberg: was rein darf und wie es läuft

Einmal im Jahr holt die Stadt Nürnberg Sperrmüll kostenlos ab. Was dazu zählt, wie Sie ihn anmelden und wann eine private Abholung sinnvoller ist.

Ratgeber·Lesezeit 5 Min.·Aktualisiert Oktober 2026

In Nürnberg können Haushalte einmal im Kalenderjahr eine kostenlose Sperrmüllabholung beim Abfallwirtschaftsbetrieb beantragen. Die Gegenstände müssen am Abholtag bis 7 Uhr ebenerdig auf dem Grundstück stehen, die Wartezeit liegt laut Stadt im Schnitt bei vier bis sechs Wochen. Bauschutt, Renovierungsabfälle, Autoteile und Gewerbeabfälle nimmt die Sperrmüllabfuhr nicht mit.

Lieber gleich erledigen lassen? Besichtigung und Festpreis-Angebot sind kostenlos.

Was ist Sperrmüll?

Sperrmüll sind Gegenstände aus dem Haushalt, die zu groß für die Restmülltonne sind: Möbel wie Schränke, Sofas, Tische, Stühle und Betten, außerdem Matratzen, Teppiche und größere Haushaltsgegenstände. Elektrogeräte sollen laut Stadt gesondert in einer Kiste bereitgestellt werden.

Was nicht in den Sperrmüll gehört

  • Bauschutt und Renovierungsabfälle, etwa alte Fliesen, Tapeten oder Rigips
  • Autoteile wie Reifen oder Batterien
  • Abfälle aus Gewerbebetrieben
  • Größere Mengen, die über das haushaltsübliche Maß hinausgehen
  • Problemabfälle wie Farben, Lacke oder Chemikalien, dafür gibt es die Problemabfallsammlung der Stadt

So melden Sie Sperrmüll in Nürnberg an

  1. Online beantragen: Die Abholung wird über das Formular des Abfallwirtschaftsbetriebs der Stadt Nürnberg beantragt. Danach kommt eine Auftragsbestätigung mit dem Termin.
  2. Wartezeit einplanen: Laut Stadt liegt sie im Durchschnitt bei vier bis sechs Wochen. Wer einen festen Auszugstermin hat, sollte früh anmelden.
  3. Richtig bereitstellen: Bis spätestens 7 Uhr am Abholtag ebenerdig zugänglich auf dem Grundstück, zum Beispiel im Hof, im Garten oder in der Garage. Nicht auf Gehweg oder Straße. Nicht höher als Kopfhöhe stapeln, jedes Teil muss von zwei Personen getragen werden können.
  4. Sortieren: Möglichst nach Material trennen, also Holz, Metall und Kunststoff. Elektrogeräte separat in eine Kiste.

Wertstoffhöfe: selbst hinbringen

Statt auf die Abholung zu warten, können Nürnberger Haushalte Sperrmüll auch selbst zu den Wertstoffhöfen der Stadt bringen. Für haushaltstypische Mengen ist das laut Stadt kostenlos. Möbel und Matratzen werden bis zu einer Gesamtmenge von 4 m³ angenommen, Elektrogeräte bis zu fünf Stück je Warengruppe. Wichtig: getrennt anliefern, gemischte Ladungen werden nicht angenommen. Adressen und Öffnungszeiten stehen auf der Seite der Stadt.

Sonderfall Todesfall: Angehörige können laut Stadt mit der Original-Sterbeurkunde Sperrmüll direkt an den Wertstoffhöfen abgeben oder selbst in der Müllverbrennungsanlage entsorgen.

Wann eine private Sperrmüllabholung sinnvoll ist

Die städtische Abholung ist günstig, setzt aber voraus, dass Sie alles selbst nach unten tragen und mehrere Wochen warten können. Eine private Sperrmüllabholung lohnt sich vor allem, wenn

  • ein Übergabe- oder Renovierungstermin drängt,
  • die Wohnung im oberen Stock ohne Aufzug liegt,
  • niemand die schweren Möbel tragen kann,
  • neben Sperrmüll auch viel Hausrat und Kleinteile anfallen, etwa bei einer Wohnungsauflösung.

Quellen: Abfallwirtschaft Stadt Nürnberg, Sperrmüll, Wertstoffhöfe und Behördenwegweiser, abgerufen im Oktober 2026. Regeln können sich ändern, maßgeblich sind die Angaben der Stadt.

FAQ

Häufige Fragen

Wie oft ist Sperrmüll in Nürnberg kostenlos?

Einmal im Kalenderjahr können Nürnberger Haushalte eine kostenlose Sperrmüllabholung beantragen. Zusätzlich können haushaltstypische Mengen kostenlos an den Wertstoffhöfen abgegeben werden.

Wann muss der Sperrmüll draußen stehen?

Am Abholtag bis spätestens 7 Uhr, ebenerdig zugänglich auf dem eigenen Grundstück, nicht auf Gehweg oder Straße.

Werden Renovierungsabfälle mitgenommen?

Nein, Bauschutt, Renovierungsabfälle, Autoteile und Gewerbeabfälle nimmt die Sperrmüllabfuhr nicht mit.

Wie lange muss ich auf die Abholung warten?

Laut Stadt Nürnberg im Durchschnitt vier bis sechs Wochen. Wenn es schneller gehen muss, ist eine private Abholung die Alternative.

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